Freitag, 25. Februar 2011


1. Eigentlich wäre es schön, heute frei zu haben und das tolle Wetter zu genießen.

2. Das Verhalten mancher Politiker ist lächerlich.

3. Gestern abend haben wir "In den Schuhen meiner Schwester" geschaut. Ein schöner Film.

4. Der Ort, an dem ich jetzt gerne wäre, ist so weit weg.

5. Ich könnte niemals aus reiner Lust töten - weder Menschen noch Tiere.

6. Ich würde mich viel gesünder ernähren, wenn ich einen eigenen Koch hätte.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich aufs "abschalten", morgen habe ich den Besuch einer Geburtstagsfeier geplant und Sonntag möchte ich mit lieben Freunden Kuchen essen und ausgiebig quatschen!

Wenn ihr bei diesem 100. Freitagsfüller (oder anderen) mitmachen wollt, könnt ihr das hier tun. Dank an Barbara!!!

Montag, 21. Februar 2011

Freude

Eigentlich halte ich nicht viel vom Valentinstag. Irgendwie ist mir das zu kommerziell und ich finde es viel schöner, einfach mal so zwischendurch kleine Geschenke zu machen ...

Aber als ich dann letzte Woche diesen wunderschönen Strauß auf dem Wohnzimmertisch fand, war ich doch gerührt und habe mich sehr gefreut! Danke Schatzi :-)))

Entspannung

Viele haben mich gefragt, was wir zu dieser Jahreszeit in Dänemark wollen. Sie wissen nicht, dass Nordjütland aus guten Grund "Lysets Land" (Land des Lichts) genannt wird. Achtet mal auf die Wetterkarten - Dänemark liegt ganz oft außerhalb der dicken Wolkensuppe. Gut, es war kalt und wir hatten auch starken Wind, zweimal auch Regen, aber auch viel Sonne und blauen Himmel. Sogar ein bisschen Schnee war dabei.

Trotz der Gedanken an meine Familie, hatten wir wirklich eine traumhaft schöne Woche, haben lange geschlafen, waren sehr viel draußen und haben auch einiges angesehen. Ich liebe das rauhe Nordseeklima sehr und es tat gut, mal wieder so richtig durchgepustet zu werden. Natürlich haben wir auch das leckere dänische Backwerk genossen - das gehört einfach dazu :-) Nur ein Softeis war nirgends zu bekommen. Wer - außer uns - kommt schon bei Frost und Sturm auf die Idee, eines zu wollen???

In diesem kleinen Schmuckstück haben wir gewohnt:



Es wurde spaziert:



Die Gewalt der Natur wurde bestaunt:




Ein besonderer Ort wurde besucht (Rubjerk Knude Fyr):



Schöne Ausblicke wurden genossen ("Bangsbo" bei Fredrikshavn):



Zeugen einer dunklen Vergangenheit - Menschen haben sie gebaut, konnten sie nicht zerstören, aber die Natur ist stärker. Auch diese "Monster" werden verschwinden:



Natürlich haben wir auch gekocht:



Soweit mein kurzer Bericht von einer wirklich schönen Woche mit einem ganz besonderen Menschen an meiner Seite!

Trauer



Hallo ihr Lieben,

sicher habt ihr euch gewundert, warum ich mich so lange hier nicht gemeldet habe. Das lag zum einen daran, dass ich mit Schatzi im Urlaub war (Bericht folgt) und zum anderen daran, dass meine liebe Oma gestorben ist. Sie ist stolze 86 Jahre alt geworden und ich bin sehr dankbar und sehr froh, dass ich das Glück habe, so lange eine Oma gehabt zu haben.

Oma war eine Oma, wie ich mir keine bessere hätte wünschen können. Sie hat mich und den Rest der Familie immer bedingungslos geliebt. Familie stand ganz klar an erster Stelle und danach kam lange nichts. Viel zu selten hat sie an sich gedacht. Immer war sie für andere da, hat bis zum Schluss ihren Mann gepflegt.

Ende letzten Jahres kam dann der Krebs. Zwar hat sie sich nach einer OP noch gut erholt, aber letztlich war der Krebs stärker. Ich bin froh, dass sie nicht lange leiden musste und ich bin unendlich dankbar, dass ich sie vor meinem Urlaub noch einmal besucht habe und wir viel Zeit verbringen konnten. Ich konnte ihr ein paar Dinge sagen, die mir wichtig waren und auch sie hat mir ein paar Dinge gesagt, die mich sehr bewegt haben.

Seit ihrem Tod habe ich viel an die schönen Erlebnisse mit ihr gedacht. Ferien, Familienfeiern, Gespräche und Urlaube. Wenn ich als Kind dort war, durfte ich immer in Opas Bett neben ihr schlafen. Trotzde ihres schnarchens fand ich das wundervoll. Vor dem schlafen gehen haben wir immer noch ein bisschen getobt. Ich erinnere mich an Besuche im Wildpark, an Butterfahrten, an Pudding kochen und so unglaublich viele Sachen mehr.

Oma wurde in Danzig geboren, wuchs dort auf und bekam als sehr junge Frau den Beginn des 2. Weltkries und seine Härte direkt vor der Haustür zu spüren. Was sie dort erleben musste, bis sie schließlich nach Kriegsende mit Ihren Eltern nach Lübeck floh, hat sie nie wirklich verarbeiten können. Erstaunlich, dass sie trotzdem so ein liebevoller Mensch geblieben ist. Eine starke Frau auf ihre ganz eigene Art.

Meine Oma war 64 Jahre verheiratet, hat drei Kinder groß gezogen, war Oma, Uroma und Ururoma.

Wenn ich auch weiß, dass ein Leben irgendwann auf dieser Ebene endet, wenn ich auch weiß, dass alles "gut" ist, was passiert, so bin ich doch unendlich traurig. Oma, ich habe dich sehr geliebt und ich werde dich immer in meinem Herzen tragen. Danke, dass es dich gegeben hat!

Meine Gedanken sind derzeit nicht nur bei Oma, meiner Mutter und ihren Geschwistern, sondern auch bei meinem Opa. Auch bei ihm wurde Krebs festgestellt - an der gleichen Stelle, wie bei Oma. Er liegt im Krankenhaus, konnte nichtmal zur Beerdigung kommen und wird von Tag zu Tag schwächer. Leider ist er geistig schon auf einer anderen Ebene, redet - von außen betrachtet - wirre Dinge. Donnerstag soll er operiert werden (muss leider sein, da ein Darmverschluss droht). Ich bete, dass er das nicht mehr durchmachen muss und vorher von uns geht.

Eine bewegende Zeit ...

Danke!